Diplomarbeiten

Gewindebohrautomat

Jahrgang
2014 / 2015
Klasse
5AHMIA
Kategorie
Automatisierungstechnik
Projektpartner
Firma Ganser Treppenlifte GmbH

Maturanten

Simon Andreas
5AHMIA
Jakob Lauß
5AHMIA
Christoph Schmid
5AHMIA
Markus Stelzer
5AHMIA

Betreuer

Wurm Johannes
Nösslböck Gregor
Keplinger Johann

Projektbeschreibung

Die Firma Ganser Treppenlifte GmbH mit Hauptsitz in St. Peter am Wimberg baut Treppenlifte, Hebebühnen und vieles mehr, wofür sie Mikroschalter benötigen. Zur Befestigung dieser Schalter werden eigens gefertigte Halterungsbleche verwendet. Derzeit sind 13 Bleche in verschiedenen Formen, jedoch mit einem einheitlich definierten Bohrbild, in Anwendung. Die zwei Bohrungen werden vorgelasert und danach die Gewinde per Hand von Mitarbeitern auf der Ständerbohrmaschine gefertigt. Bei der Produktion einer größeren Menge dieser Bleche, jährlich werden ca. 15.000 Stück benötigt, stehen daher Mitarbeiter stundenlang an dieser Bohrmaschine. Die Arbeit ist also sehr zeitaufwendig und anstrengend, weil sie vollste Konzentration erfordert und deshalb meistens als „Strafarbeit“ von Mitarbeitern empfunden wird.

Im Rahmen unseres Projektes ist es uns gelungen, den Gewindebohrprozess fast vollständig zu automatisieren. Unser Gewindebohrautomat erledigt die Vereinzelung, die Positionierung, den Bohrvorgang und den Auswurf des fertigen Werkstückes vollautomatisch. Ein Mitarbeiter muss lediglich das Magazin mit den entsprechenden Blechen befüllen und die Anlage in Betrieb nehmen. Der Gewindebohrautomat verarbeitet den Inhalt des gesamten Magazins selbständig und der Mitarbeiter ist für andere Tätigkeiten frei. Derzeit können 13 verschiedene Blechformen bearbeitet werden. Die Anlage kann jederzeit erweitert bzw. modifiziert werden, falls neue Halterungsbleche notwendig werden.

Das Herzstück der Anlage ist ein Rundschalttisch der Firma Festo, über den die vier Schritte der automatischen Bearbeitung laufen. In dem von uns konstruierten Magazin erfolgt die Teilevereinzelung. Das bedeutet, dass je ein Blech in das Nest befördert und richtig positioniert wird. In der zweiten Station stellt ein berührungsloser Sensor die richtige Lage und die Anzahl der Werkstücke im Nest fest. Im nächsten Schritt kommt das Werkstück zu einem Spezial-Bohrkopf, indem das Gewinde geformt wird (nicht geschnitten), damit keine Späne entstehen. Die vierte und letzte Station ist die Ausgabe. Mit einem Luftstoß wird das fertige Blech aus dem Nest in einen Behälter befördert.

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